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CERVATTO VALSESIA 1022 m.d.M.

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CERVATTO VALSESIA
Wanderwege zur Kunst
CAMPERTOGNO - ARGNACCIA - CAGELLO

In Campertogno, (24 km von Varallo entfernt) braucht man nur eine kleine Steinbrücke über die Sesia zu überqueren und ist dann ganz schnell im Ortsteil Tetti, wo die Kapelle San Marco aus dem 16. Jahrhundert Fresken von Orgiazzi an der Fassade und im Innenraum zeigt (zwischen Hauptschiff und Presbyterium), eine künstlerisch gestaltete Altarschranke aus Eisen und ein Altarbild aus dem 17. Jahrhundert. Wenn man dann den Ort auf einem bequemen Maultierpfad verläßt, der von 15 Kapellen gesäumt wird, die fast alle der Madonna geweiht und fast alle von Avondo mit Fresken bemalt sind, kommt man nach 15 Minuten an das Kirchlein der Madonna degli Angeli, das 1686 auf den Resten einer schlichteren Kapelle von 1481 erbaut wurde. Die Wände und das Deckengewölbe mit Fresken von Avondo; die Madonna, umgeben von Medaillons, auf denen die Mysterien des Rosenkranzes dargestellt sind; auf dem Fresko ferner die interessante Darstellung eines typischen Bettes aus Valsesia; robuste Eisengitter, Sessel aus Stein. Wenn man die Bauernhäuser von Selletto (man beachte dort das Fresko aus dem 16. Jahrhundert im "Haus des Notars") auf steilen Serpentinen hinter sich hat, kommt man an die Kapelle der Scarpia oder "Mariä Heimsuchung", von quadratischem Grundriß, ohne Apsis, mit einem Gitter zum Schutz der Fresken (Mariä Heimsuchung; St. Christophorus, der Gekreuzigte mit Johannes dem Täufer). Wenn man (nach 30 Minuten) aus dem Wald herauskommt, erscheint die Madonna del Callone, eine der berühmtesten Kirchen des Tales. Die Fresken der Fassade und des Innenraumes werden Avondo zugeschrieben, jene auf der rückwärtigen Wand sind aus dem 17. Jahrhundert und man bemerkt eine Madonna von Loreto. An der Seite der Kirche ist ein Portikus, auf der gegenüberliegenden Seite ein Holzkreuz, am Eingang des Platzes ein Brunnen. 1936 wurde hier die Krönung der Madonna gefeiert und jedes Jahr, am 2. Juli, wiederholt man den Fackelzug. Der Legende nach hat Bernardino Caimi diesen Ort besucht, auf der Suche nach dem geeigneten Ort, das Neue Jerusalem zu gründen, das dann später auf dem Sacro Monte di Varallo,dem Heiligen Berg Varallo, gegründet wurde. 15 Minuten später, nachdem man einen Buchenwald durchquert hat, kommt man nach Argnaccia einst ein ganzjährig bewohnter Ortsteil, heute eine Sommerfrische. Nach einem Teich führt eine Abzweiung zu den Berghütten und einer Kapelle, die von Eisengittern geschützt wird; das Innere ist reich an sehr alten Fresken, Madonna mit Kind, dem Hl. Franziskus und der Hl. Martha (?); auf dem Deckengewölbe ist die Hl. Dreifaltigkeit dargestellt, draußen Mariä Verkündigung. Auf dem höchsten Hügel, hoch über Campertogno, wurde ein Kreuz errichtet. Nach 30 Minuten Weg an Birken und verstreut auf den Wiesen stehendem Goldregen vorbei gelangt man schließlich nach Cangello, einer Alm mit der Kapelle des Hl. Bernhard,, ein rundes Fenster über der Tür; das Innere hat ein fünfeckiges Presbyterium mit Gewölberippen, das Hauptschiff mit einer Kassettendecke. Die Fresken sind alt und ziemlich naiv in der Form: auf dem Kirchhof ein langer Sitz aus Stein, er wiederholt ein Motiv, das wir schon von den vorhergegangenen Kapellen kennen. Einige Häuser in der Umgebung sind Blockhäuser. Bei der Rückkehr lohnt ein Besuch in der Kirche San Carlo di Tetti, die im 17. Jahrhundert auf einem Gipfel am rechten Ufer der Sesia errichtet worden ist, daneben ein Friedhof aus dem Jahre 1836; original ist der Fußboden, der durch drei Stufen mit dem Presbyterium verbunden ist.  "San Carlone", außen an die Apsis gemalt, kann man von Campertogno aus deutlich erkennen. Antonio Orgiazzi malte 1777/78 das Hauptschiff aus, mit Bildern des Kreuzwegs. Wir gehen hinüber auf das linke Ufer der Sesia und kehren so nach Campertogno zurück. Dort sollte man auf keinen Fall einen Besuch in der Pfarrkirche und im Pfarrmuseum versäumen. Hier wird der monumentale Holzaltar der alten Kirche aufbewahrt,, ferner bemalte Möbel, Skulpturen, Einrichtungsgegenstände, Paramente (Wandgehänge) und verschiedene Dinge aus alter Zeit. Interessant ist ein Modell der im 18. Jahrhundert erbauten Kirche, nach dem vielleicht von Guarini die Kirche gebaut wurde.  Einige Gelehrte sind der Auffassung, daß niemand geringerer als Filippo Juvara die Kirche entwarf, die dann von Bernardo Vittone weiter ausgebaut wurde. Unter den Malern, welche die Kirche mit Fresken ausgemalt haben, sind Carlo Borsetti (das Taufbecken im Presbyterium), Lorenzo und Giuseppe Avondo (Chor), Pier Celestino Gilardi (Kreuzigung); der äußere Balkon, der heute ziemlich übel aussieht, wurde 1744 erbaut. Die Kirche ist sicherlich eine der grandiosesten und reichsten im Valsesia, sie war das Modell für einige folgende Barockkirchen, die in unserem Tal errichtet worden sind.

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