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CERVATTO VALSESIA 1022 m.d.M.

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CERVATTO VALSESIA
Wanderwege zur Kunst
ROSSA - ALPE DELL'ORO

Unsere Wanderung beginnt in Rossa, im Tal der Sermenza, circa 15 km von Varallo entfernt. Die Kirche dort, reich an Innenbemalungen, hat einen Portikus, der mit Fresken von dem aus Balmuccia stammenden Giovanni Avondo ausgemalt ist. Wenn man dem Wegweiser Nr. 400 folgt, gelangt man auf einen steilen, aber gut befestigten Maultierpfad, mit bequemen Stufen. In der Ortschaft Vaz, in der viele Abzweigungen des Weges beginnen, nehmen wir den zentralen Weg, der uns rechterhand an einer alten Kapelle vorbeiführt. Nach 30 Minuten kommt man in den Ortsteil Piana, 1050 m hoch, umgeben von weiten Wiesen und aus alten, sehr solide gebauten Häusern bestehend, denen man nachsagt, sie stammten aus dem 16. Jahrhundert. Wenn man den Ort verläßt, bemerkt man auf der rechten Seite des Pfades, der auf den Pizzo hinaufführt, die Kapelle San Giovanni Battista (Johannes der Täufer), die man auch San "Vecchio" (vecchio = alt) nennt, um sie von der jüngeren zu unterscheiden, die vom Anfang des 19. Jahrhunderts stammt und demselben Heiligen geweiht ist. Das Gebäude ist im romanischen Stil erbaut, der Gemäldezyklus an der Apsis ist aus der Lombardischen Schule. Der Maler stammt aus dem Kreis um die De Campo und ist derselbe, der 1477 die Fresken in der Kapelle San Pantaleone in der Ortschaft Boccioleto gestaltet hat. Sujet der Malereien (teilweise mit Beiträgen von unbekannten Meistern) sind Cristo Pantocratore (Christus, der Allherrscher) und die Vier Evangelisten; sie waren früher von 1700 bis 1960 von einer hölzernen Tafel verdeckt, heute werden sie in der Pfarrkirche von Rossa aufbewahrt. Das Außenfresko ist von Avondo Vater. Wir verlassen den Pfad 400 und wechseln auf den Pfad 402 und gelangen sehr bald zur Kapelle S. Giovanni, in Stein, ohne Verputz erbaut. Ihre Weite und Größe sind beeindruckend, wenn man sie mit der kleinen Ortschaft vergleicht, in der sich die Kapelle befindet, aber man darf nicht vergessen, daß zu Anfang des 19. Jahrhunderts Piana sechzig Familien zählte (heute sind es nur noch drei Personen) und S. Giovanni il Vecchio konnte damals nicht alle fassen.
Auf der Ebene, entlang an von Wiesen und mit Bäumen bestandenen Feldern, kommt man in 40 Minuten nach Rainero; die kleine Kirche dort mit ihrer harmonischen Gesamtlinie liegt etwas abseits von den Häusern auf der kleinen Piazza und ist Mariä Heimsuchung geweiht, erbaut im 17. und 18. Jahrhundert. Die Fresken werden Dedominici di Rossa zugeschrieben; auf der Fassade hebt sich ein Fresko der Madonna in der Gloriole zwischen den Heiligen ab; bemerkenswert ist der geschnitzte Chor. Nach Rainero folgen wir dem Pfad Nr. 399, der uns ins Val Cavaione führt. Kommt man aus einem stillen Buchenwald heraus, kann man dem Pfad 403 folgen, der nach Alpe Selletto führt, 1289 m hoch, wo sich die Kapelle der Schmerzensreichen Mutter aus dem Ende des 18. Jahrhunderts
befindet, bekannt auch als die Kapelle des "Schlafenden Herrn". Der Name ist auf ein Kruzifix zurückzuführen, das wegen seines schlechten Erhaltungszustandes mit ausgebreiteten Armen auf ein wie ein Bettlaken aussehendes Tuch gelegt ist, so daß es aussieht, als würde Christus schlafen.
30 Minuten weiter auf dem Pfad und man kommt zur Alpe Prese (mit Hütten aus dem 15. Jahrhunderts). Wir durchqueren sie und kommen bei der Alpe Tu delle Roggie heraus, die ziemlich verfallen ist, mit einer kleinen Kapelle, die eine hölzerne Statue der Jungfrau mit Kind enthält. Krokusse, Enzian, Narzissen, Alpenflachs und Lilien bedecken im Frühling hier alle Wiesen. Nach der Alpe Grassure, 1277 m hoch, kommt man zur Alpe Sasso Maddalena, 1498 m. Ein Pfad führt bergwärts zur Kapelle der Madonna del Sasso, im Auftrag des Kanonikus Nicolao Sottile im 18. Jahrhundert erbaut, der damit einen religiösen Herzenswunsch der Almbewohner erfüllte, die im Sommer für viele Monate weit weg von Rossa waren. 
Die Kirche ist der Schmerzensreichen Jungfrau geweiht, auf Leinwand gemalt von Emilio Contini aus Varallo. Auf einem anderen Bild sieht man den Kanonikus  Sottile mit seinem Vater in der Uniform der Miliz des Valsesia. Nach einem etwas anstrengenderen Abschnitt des Weges erreicht man die Alpe Sull'Oro (zwei Stunden von Rossa entfernt) auf 1236 m Höhe. Hier erhebt sich die von 1534 stammende, dem Hl. Bischof Bernhard von Vercelli geweihte Kapelle, flankiert von San Luigi und einem anderen Bischof: San Nicola di Bari. Diese Kapelle legt Zeugnis ab vom ersten Restaurierungsauftrag der Kommission der CAI Varallo "Montagna Antica, Montagna da salvare" ("Altes Gebirge, erhaltenswertes Gebirge"). Von dieser Alm kehren wir nach Rossa zurück, indem wir dem Pfad 396 folgen. Wir gehen unter den Felsenwänden der Felskirche entlang und erreichen schließlich die Alpe Boccaricciolo, 1065 m hoch, (20 Minuten). Der Pfad, der immer wieder einen Panoramablick auf Cavaione gewährt, führt für Kirche Delle Giavinelle, die von enormen Felsen vor Lawinen geschützt ist. Sie ist der Madonna della Neve, der Schneemadonna, geweiht, erbaut im 15. Jahrhundert. Im Inneren ist ein schönes Fresko von Rossa
aus dem Jahre  1716 zu erwähnen, einige Gemälde von Borsetti, ein erstaunlicher Holzaltar und die Altarschranke. Die Fassade, ein Werk von Musso, ist 1972 renoviert worden. Wenn wir nach Rossa zurückkehren, sehen wir einige Häuser mit Gitterwerk, wo noch heute ein besonderes System der Hausabdichtung zu sehen, wobei die billigen Materialien verwendet wurden, die man vor Ort fand: Holz, Tuffstein und etwas Kalk. In einigen Fällen kann man noch das Holz mehr oder weniger deutlich sehen, das zur Verstärkung dient. Auch wenn man sich für diese Kuriosität ein wenig Zeit nimmt, erreicht man doch in Kürze das Zentrum des Ortes.

 

 

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