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CERVATTO VALSESIA 1022 m.d.M.

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DAS PROGRAMM 2004/2005
CERVATTO VALSESIA
Wanderwege zur Kunst
BOCCIOLETO - SECCIO

Von Boccioleto aus, im Val Sermenza, 14 km von Varallo entfernt, fahren wir mit dem Auto hinauf zum Ortsteil  Ronchi,  814 m hoch gelegen, wo unsere Wanderung beginnt. Die Kirche der Madonna delle Grazie, ein echtes Kunstjuwel, wird bereits im Jahre 1617 erwähnt. Dort befindet sich ein Gemälde der Madonna auf dem Throne von Rocca aus dem Jahre 1635, eine Altartafel von Dedominici, Fresken aus dem 19. Jahrhundert von Avondo auf der Fassade.
Der ansteigende Maultierpfad führt zur restaurierten Cappella del Genestroso. Kurz vor Ormezzano erinnern einige Kreuze an die Opfer einer Lawine. In dem kleinen Ort angekommen (20 Minuten Weg) begrüßt uns das Oratorio di San Giovanni Battista, die Kapelle von Johannes dem Täufer. Im Inneren können wir ein Altarbild aus dem Jahre 1649 bewundern; das Fresko an der Fassade ist ein Werk von Avondo. In 15 Minuten erreichen wir Solivo, 1027 m. hoch, in wunderschöner Panoramalage, der letzte bewohnte Ort im Val Cavaione.
Die dortige Kapelle vom Ende des 17. Jahrhunderts ist dem Hl. Antonius von Padua geweiht; der vergoldete Altar ist von Anselmo, der Fußboden von Giordano, die Fassade von Avondo. Vor der zeitgenössischen Kapelle San Nicola di Bari steht ein charakteristischer Säulen-Portikus mit einem Lünettenbild von Mariä Verkündigung. Im Inneren eine sanfte Madonna mit Kind auf dem Thron, mit eleganter Drapur als Hintergrund, jeweils seitlich davon St. Peter und St. Nikolaus. An den Wänden San Defendente und eine Kreuzigungsszene. Auf dem Eingangsgewölbe eine wunderschöne Mariä Verkündigung. Der Maultierpfad, der jetzt steiler und anstrengender wird, führt zwischen hohen Buchen zur Kapelle von  Selletto, 1185 m hoch, 30 Minuten von Solivo entfernt. Es handelt sich hier um eine kleine Rastkapelle mit einem eleganten Säulen-Portikus. Auf ebener Strecke erreichen wir von hier aus die Almen Daloch, Saas und Rivetti (mit der Kapelle "Salus infirmorum" mit Stuckarbeiten aus dem 19. Jahrhundert) und wir kommen schließlich nach Seccio, 1388 m hoch (30 Minuten). Dort können wir die Kapelle San Lorenzo bewundern, das Juwel des Val Sermenza. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, aber das urkundlich gesicherte Datum ist jener der Weihe im Jahre 1446. Das ist auch das Jahr, auf das die Fresken im Innenraum zurückgehen, im Großen und Ganzen gut erhalten, außer jenen an der Südmauer mit dem Letzten Abendmahl. Diese Mauer wurde durchbrochen, um für eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert Platz zu schaffen, San Grato geweiht, dem Schutzpatron gegen Hagel. Das Gewölbe der Apsis zeigt einen wunderbaren Erlöser, die Vier Evangelisten und Mariä Verkündigung; an der Eingangswand finden sich herrliche Figuren von Märtyrern und Kirchenvätern. An der Außenwand zur kleinen Piazza hin, sieht man die Reste eines alten Freskos, das dem Hl. Christophorus geweiht ist und eine seltene bildliche Darstellung des Glücksrades. Wir steigen weiter ab und gelangen zur Tetto-Alm, die sich durch ihre alten "Torbe" auszeichnet, Häuser, die aus mächtigen Tannenstämmen erbaut sind. Wenn wir wieder in Boccioleto sind, empfiehlt sich ein Abstecher in den Ortsteil Oro (25 Minuten), um hier die kleine Kirche San Pantaleone aus dem Jahre 1477 zu besuchen, ferner jene der Madonna del Carmine, in der sich Fresken der Orgiazzi und der Borsetti aus dem 18. Jahrhundert befinden. Die erstere Kirche liegt inmitten der Häuser und ist ganz mit Fresken bedeckt. Nachdem sich die Kirche bereits in erbärmlichem Zustand befunden hatte, wurde sie 1910 von der Gesellschaft für die Erhaltung der Kunstwerke und Baudenkmäler imValsesia restauriert. Das Gewölbe wird fast vollständig von einem riesigen Segnenden Christus eingenommen, innerhalb einer an Byzanz erinnernden Aura. An der Seite ist auf drei Bildern das Leben der Seligen Panacea dargestellt. Die letzten Restaurierungen sind ein Werk von Fermo Dedomenici. In Boccioleto ist auch noch die Kapelle Casa Milanetto aus dem 16. Jahrhundert erwähnenswert, an dem alten Maultierpfad (Wegweiser 387), der nach Ronchi führt. Am Eingang des Ortes, etwas östlich, erhebt sich die Kapelle der Madonna von Loreto, auch "Gesietto" (Jesulein) genannt. Sie macht wegen der Verschiedenheit des verwendeten Marmors einen etwas bizarren Eindruck. Die Gemälde sind von Cavallazzi di Oleggio (1538). Um unsere Wanderungen auf den Wegen der Kunst würdig abzuschließen bleibt noch der Besuch in der Pfarrkirche, mit Fresken von Borsetti (im Gewölbe und auf Bildern sind die Apostel dargestellt), von Orgiazzi (St. Peter und Paul), von Avondo (Presbyterium) und von Dedominici di Rossa (H. Philomena). In der Kirche Mariä Verkündigung schließlich, die jetzt in ein Museum umgewandelt ist, ist ein ganze Sammlung von Kunstwerken zu sehen, die aus über das Tal verstreuten Gebetsstätten und Kapellen stammen. Unter ihnen ist besonders die "Trauer über den Tod Christi" zu erwähnen, eine beeindruckende Gruppe von Holzplastiken aus dem 16. Jahrhundert, die aus der Kapelle Madonna del Sasso stammen.

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