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CERVATTO VALSESIA 1022 m.d.M.

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V a l s e s i a

An einem Ort, an dem andere Leute vielleicht eine Burg oder einen befestigten Ort zur Verteidigung hingebaut hätten, haben die Leute aus dem Valsesia auf größtmögliche Art und Weise ihre künstlerische und religiöse Identität ausgedrückt: Den Sacro Monte di Varallo, den Heiligen Berg Varallo.

Auf einem steil aufragenden Felsen über dem Städtchen gelegen, so daß er überall sichtbar ist und selber die Stadt bewachen kann, scheint der Sacro Monte den Charakter der Leute aus dem Valsesia widerzuspiegeln: Künstler und Individualisten, wenig geneigt, sich unterdrücken zu lassen, eifersüchtig auf ihre Unabhängigkeit und Kreativität bedacht.

Am Ende 15. Jahrhunderts hatte Pater Bernardino Caimi die Idee, ein "Neues Jerusalem" zu erbauen. Verwirklicht wurde diese Idee unter Mitwirkung der größten Künstler aus dem Valsesia, allen voran Gaudenzio Ferrari. Diese ideale Heilige Stadt besteht aus 50 Kapellen, die mit Gemälden und Statuen in Lebensgröße die Passion und den Tod Christi sinnlich erfahrbar machen.

DIE WALSER-KULTUR
Ein anderer Schatz, den das Valsesia mit den benachbarten Tälern teilt, ist die Walser-Kultur. Am Fuß des Monte Rosa lebt seit über sieben Jahrhunderten eine deutschsprachige Gemeinschaft, die einst aus dem Oberen Wallis in der Schweiz hierhin gekommen ist. Mit großem Eifer haben sie ihre eigene Kultur bewahrt, die sich in der Sprache, den Traditionen und vor allem in einer Architektur ausdrückt, die auf der ungemein geschickten Verwendung von Holz und Stein gründet. Dazu kommt die Fähigkeit, das Zusammenleben und die wirtschaftlichen Grundlagen des Zusammenlebens sehr effektiv zu organisieren.

Bewunderungswürdig sind die Dörfer Alagna und ganz besonders Otro, die nur zu Fuß zu erreichen sind, in wenig mehr als einer Stunde steilen Weges.

Aber auch in anderen Orten, besonders in Rima und Rimella, ist es noch möglich, die Zeugnisse einer grenzüberschreitenden Kultur zu besichtigen, sicherlich die bedeutendste im ganzen Alpenraum.

Zwei kleine Museen, die in alten Wohnhäusern untergebracht sind, können helfen, die Walser kennenzulernen. In Pedemonte di Alagna, mitten im Ort und sehr klug angeordnet und in Rabernardo di Val Vogna, in Panoramalage.

Varallo, die historische und kulturelle Hauptstadt des Tales, ist es, abgesehen vom Sacro Monte, wert, daß man seine charakteristische Stadtanlage aus dem 18. Jahrhundert näher kennenlernt. In der Stadt findet man weitere künstlerische Glanzlichter, so das Kolleg San Gaudenzio und den Palazzo dei Musei, den Palast der Museen, in dem sich die reichhaltige Pinakothek befindet, sowie das Museo Calderini für Naturwissenschaften. Das Innere der Kirche Santa Maria delle Grazie wird beherrscht von der erstaunlichen Gaudenzio-Wand, mit einem Freskenzyklus über das Leben und die Passion Christi, ein Meisterwerk von Gaudenzio Ferrari.

Beachtung verdienen auch der Palazzo d'Adda, Schauplatz von Ausstellungen und Kongressen, sowie der beeindruckende Komplex der ehemaligen Kureinrichtung für Hydrotherapie, heute Sitz des Hoteliers-Instituts.
Am Ortseingang von Varallo befinden sich die kleine Loreto-Kapelle mit sehr interessanten Fresken und die Kirche San Marco, romanischen Ursprungs und damit eine der ältesten Kirchen des Tals.

WANDERWEGE ZUR KUNST
Eine andere Möglichkeit, in einem sowohl die künstlerischen Schmuckstücke als auch die Landschaft des Valsesia kennenzulernen besteht darin, einige Wege - größtenteils zu Fuß - entlangzuwandern, die sogenannten "Wanderwege zur Kunst".
Wenn man von Boccioleto in das Val Cavaione emporsteigt, kann man unter anderem die sehr alten Fresken der Kapelle auf der Alm Seccio bewundern, die bis auf das Jahr 1446 zurückgehen. Aber auch von Scopa, Campertogno, Cervatto, Rossa und Quarona gehen Wege ab, welche die Landschaft zusammen mit der Geschichte der Gegend erleben lassen. Von besonderem Interesse ist dabei der Dolcino-Pfad von Rassa nach Trivero, im Biellese, auf den Spuren des häretischen Mönchs Fra Dolcino, der in Dantes "Göttlicher Komödie" erwähnt wird.
Für die Freunde der Musik bietet das Valsesia Konzerte auf den historischen Orgeln seiner Kirchen, aber auch internationale Wettbewerbe für Gesang und Klavier.

DIE FOLKLORE IM VALSESIA
Handwerk, Bräuche und Traditionen haben ihr eigenes Haus in Borgosesia, im Museum für Folklore des Valsesia und im Juni ein eigenes Fest in Varallo, mit einer Parade von Trachten aus dem Valsesia. Einen Ehrenplatz verdient das "Puncett", die alte Kunst der Spitzenklöpplerei, die heute wieder neue Anerkennung findet durch eigene Schulen und das Museo del Puncetto in Fobello. Dort kann man auch die "scufogn" oder "scapini" bewundern, eine Art von Pantoffeln aus Stoff. Aber die künstlerische Tradition des Valsesia setzt sich heute auch durch die Rückkehr der Handweberei wieder durch, durch Holzintarsienarbeiten und durch Steinbearbeitung. Dabei ist der nachgemachte Marmor aus Rima besonders bemerkenswert, eine traditionelle dekorative Technik, die durch Künstler aus Rima in ganz Europa verbreitet wird.
Die typische Küche bietet Gerichte an, die zwar arm sind, was die Zutaten betrifft, aber reich an Phantasie, welche die Leute aus dem Valsesia dort  hineingesteckt haben. Da gibt es zum Beispiel die ''Miacce", ein einfaches Mehlgebäck, nach Geschmack mit Marmelade oder Honig gefüllt, natürlich aus dem Valsesia kommend.
Ein Ehrenplatz gebührt der "Toma", dem typischen Käse der Täler des Valsesia, auf den Almen und in der modernen Käserei in Piode hergestellt.
Zu den beliebtesten und meistbesuchten Veranstaltungen gehört der Karneval von Borgosesia, mit dem charakteristischen Tag des "Mercu scurot".

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